Personalratsarbeit im "politischen" Raum

Nicht alle Entscheidungen der Dienststelle werden allein vom Dienststellenleiter getroffen. Auch gibt es Entscheidungen, die sich
der Beteiligung des Personalrats und des Dienststellenleiters entziehen.

Übergeordnete Ebenen (HPR, GPR oder die oberste Dienstbehörde) oder externe Entscheidungsträger - in für die Dienststelle zuständigen Gremien und Organen (Beiräten und politischen Gremien) - treffen Entscheidungen, die direkt oder indirekt Auswirkungen für die Beschäftigten der Dienststelle und die Personalvertretung haben. Für den Personalrat kommt es hier - ebenso wie für den Dienstellenleiter - besonders darauf an, sich bereits im Vorfeld solcher Entscheidungen aktiv für die Dienststelle und die dort Beschäftigten einzusetzen, um der Meinung des Personalrats - innerhalb der gesetzlich zulässigen Grenzen - Gehör zu verschaffen und die Beteiligung der gewählten Personalvertretung sicherzustellen. Neben der Etablierung von „offiziellen“ Kontakten, ergibt sich oft auch die Möglichkeit in Vier-Augen-Gesprächen und kleinen Gesprächsrunden – unter Beachten der gesetzlichen Geheimhaltungs- und Schweigepflichten – im Interesse des Personalrats Entscheidungen zu begleiten.
 
Diese Schulung legt die grundsätzliche Basis zur Analyse der externen Einflussfaktoren auf die Arbeit der Dienststelle. Mögliche rechtliche und praktische Handlungswege für den Personalrat werden erarbeitet.

Inhalte

Rechtliches
  • Das sagt das Bundespersonalvertretungsgesetz
  • Auslegung von Geheimhaltungs- und Schweigepflichten
  • Grenzen der „politischen“ Betätigung als Personalrat

Das kleine 1mal1 des politischen Meinungsbildungsprozesses

In welchem rechtlichen und praktischen Rahmen treffen Externe ihre Entscheidungen?

Kontaktwege zu externen Entscheidungsträgern


Einflussnahme auf politische Entscheidungsgremien


Meinungsbildung und Handlungsplanung im Personalratsgremium


Die Besonderheiten der Gesprächsführung im „politischen“ Raum


Von der Unverbindlichkeit „nicht stattgefundener Gespräche“ zur Verbindlichkeit


Umgang mit Erreichtem – Schweigen und genießen oder sich von der Belegschaft feiern lassen?

 

Referenten:
zwei PR-Experten

Teilnehmerzahl:
maximal 15

Gebühr:
990 € zzgl. Mehrwertsteuer und Hotelkosten

Seminardauer: 3 Tage
Erster Tag Beginn 13.00 Uhr
Dritter Tag Ende 13.00 Uhr

Schulungsanspruch:
§ 46 (6) BPersVG , analog LPersVG´s

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